im APril 2019:

die kohl-blumen kommen!

Der Blumenkohl, den die Romands, die Menschen hinter dem Rideau des Rösti, gemeinhin Chou-fleur nennen, was ihn nahe rückt an einen Soufleur, dieser kaum hörbar flüsternde Blumenkohl also, der gerne auch vom Kohltriebrüssler, vom Kohlweissling, von der Kohleule oder von der Kohlblattlaus gefressen wird und an dem uns, obwohl er wunderbar stolze Blätter bildet, meist allein der von ebendiesen wunderbar stolzen Blättern schützend umhüllten Blütenstand interessiert, welchen wir gerne sieden, dämpfen, frittieren oder gratinieren, dieser Blumenkohl also verwandelt die Frage, wann er denn eigentlich Saison hat, leise flüsternd zu einem kniffligen Preisrätsel, das sich auf unserem Hof mit dem Hinweis darauf lösen lässt, dass wir Ende April, Anfang Mai den hier abgebildeten, im vergangenen August gesetzten Winterblumenkohl ernten werden, während der Sommerblumenkohl, im Boden seit den ersten milden Februartagen, noch knapp drei Monate wird wachsen müssen, ehe er einen den Appetit anregenden Blütenstand gebildet haben wird.

 


im März 2019:

wir hören den Salat wachsen!

In die Erde kam er anfangs Februar, jetzt wächst er für Dich: Der erste Sommersalat des Jahres. Gesetzt haben wir Eichblatt und Kopfsalat. Daneben auch Frühlingszwiebeln.

 

Bereits Louis XIV. hat Kopfsalat im Gewächshaus anbauen lassen – auch er wollte nicht länger als nötig auf die Delikatesse warten. Wir stehen also in bester Tradition. Und arbeiten zusätzlich mit einer Folie. Sie unterdrückt Beikräuter, hält den Boden schön warm – und ist biologisch vollständig abbaubar.

 

Bis die Blätter schön grosse Köpfe bilden, werden wir uns, je nach Witterung, noch bis Mitte April gedulden müssen. Ein Skandal eigentlich. Aber es wird sich lohnen!


 

ENDE DEZEMBER 2018:

Alles bleibt anders

auf dem Biohof Zaugg!

Alles bleibt anders? Was verändert sich denn? Keine Sorge: Du wirst auch in Zukunft an unseren Märit-Ständen einkaufen können. Du wirst auch künftig Deine liebsten Produkte, die knackigsten Salate, die feinsten Milchprodukte und edle, hochwertige Fleischstücke bei uns finden. Weder unsere Philosophie, unsere Produktionsweise noch unsere Märit-Tradition wollen wir ändern – aber hinter den Kulissen bauen wir den Biohof Zaugg ordentlich um, und darüber möchten wir Dich hier kurz informieren:

Bereits seit einiger Zeit ist der Biohof Zaugg kein eigentlicher Familienbetrieb mehr, sondern eine feine, kleine Firma mit zahlreichen Betriebszweigen und über zwanzig Mitarbeitenden. Eine Firma, die zu führen äusserst anspruchsvoll ist – und unterdessen fast aus allen Nähten und Lagerräumen platzt.

 

Philipp und Niklaus Zaugg, welche den Hof seit 2013 gemeinsam leiten, haben während langen Monaten Zukunftspläne kultiviert, haben Fantasien gejätet und Möglichkeiten abgezäunt – um zu verhindern, dass die gesamte Verantwortung des komplexen Betriebs auf wenigen Schultern lastet, wird neu ein Team den kurzweiligen Hof lenken. Leider hatten wir kein Geld, um schlaue Manager anzuheuern, also übernehmen fünf bisherige Mitarbeitende die Geschäftsführung: Das ist gut so, denn sie wissen bereits, wie der Traktor läuft, wie Nützlinge anzulocken sind und wie die Hagebutte ins Jogurt findet!

 

Damit so ein Team anständig arbeiten kann, benötigt es eine taugliche Organisation. Nach abendfüllenden Diskussionen haben wir uns entschieden, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Ein bio-dynamischer Bauernhof als AG? Das klang auch in unseren Ohren eher ungewöhnlich. Aber wir haben schließlich die Tomaten nicht auf den Augen, sondern auf dem Pflanzblätz, und also zeigten sich uns bald die Vorteile, welche die Rechtsform der Aktiengesellschaft bietet. Man muss als AG ja nicht an die Börse, man ist als AG nicht verpflichtet, Arbeiter*innen auszubeuten und Gewinn anzuhäufen. Im Gegenteil; die AG bietet uns klare, flexible und teamfähige Strukturen; sie wird es uns erlauben, gemeinsam Verantwortung zu tragen und weiterhin nicht einfach nur Lebensmittel von hoher Qualität herzustellen, sondern Lebensfreude weiterzugeben – das Leben ist bekanntlich zu kurz, um schlecht gelauntes Gemüse zu essen!

Und während sich Philipp nebst dem Engagement für die AG um sein Lohnunternehmen kümmert und uns mit Lagergemüse versorgt, wird die bisher für unsere Tierhaltung zuständige Lara Feldmann künftig im nahen Uettligen den schön gelegenen Biohof Lischerematt bewirtschaften; die Milchkühe nimmt sie gleich mit! Damit wir weiterhin die ganze Produktepalette anbieten können, werden wir unsere feine und wertvolle, von Braunvieh-Damen hergestellte Demeter-Milch von Laras Hof beziehen. In Iffwil werden wir uns umso inniger um junge, temperamentvolle Stiere und um ein paar glücklich grunzende Schweine kümmern.

Das bunte Leben der Biohof Zaugg AG beginnt am 1. Januar 2019!

Die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung und das gesamte Team vom Biohof Zaugg freuen sich, weiterhin für Dich – und für unsere Umwelt – produzieren zu können!

Wir bedanken uns für Dein Vertrauen, für Deinen Einkauf und Deine Treue, freuen uns auf das Gespräch mit Dir und wünschen Dir schöne Festtage und einen schwungvollen Rutsch!

 Lukas, Niklaus, Aurélie, Ruth, Ilan